Studiosus Adiamus

Stand: 27. Peraine 1022 BF

Name  Adiamus
Alter  etwa: 18 Sonnenläufe
geboren: vermutlich im Sommer des Jahre 1003 n. Hal
Studienzeit  zur Zeit: 8. Studienjahr
Aufnahme: 25. Praios 1015 BF 
Mentor  Magister Caranosis Traumenstein
Aussehen  185 Finger, 65 Stein, mittellanges rotes Haar, grüne Augen, Sommersprossen
Bemerkungen

Adiamus wurde unter sehr ungewöhnlichen "Umständen" in die Akademie aufgenommen.
Es ereignete sich im Jahre 22 n.Hal. Magister Traumenstein war zu Fuß in der Stadt der Hesinde unterwegs. Plötzliche Schwindelanfälle und Unwohlsein erschütterten seinen sonst so festen Schritt. Schwankend suchte er nach Halt. Diesen Moment schien ein junger Bursche von vielleicht zehn oder elf Jahren ausnutzen. Blitzschnell griff er nach der Geldkatze des Magisters. Magister Traumenstein setzte dem Taschendiebe, noch immer etwas angeschlagen, nach. Es gelang im schließlich in einem unglaublich Akt der Konzentration der Jungen mit Hilfe von Magie festzusetzen.
Eine nähere Untersuchung des Jungen zeigte deutlich, daß der Bursche über ein erhebliches arkanes Potential verfügte. Außerdem zeigte sich, daß der Knabe seine Kraft dazu nutze um eben jene benebelnde Schwindelgefühle um seine Opfer zu weben, die deren Geist wie mit einem dicken Teppich umgeben. Kurzentschlossen brachte Magister Traumenstein den jungen Tunichtgut in die Akademie. Unter Protest seiner damaligen Spectabilitas Schlangenstab, wurde er darüber belehrt, daß sein Tun falsch sei und er nun eine einmalige Chance erhalten würde. Er könne Scholar dieser Akademie werden, wenn er denn seinen liederlichen Angewohnheiten abschwören würde.
Adiamus schwor sich den hesindianischen Idealen zu weihen und wurde vom Rat der Akademie aufgenommen. Als persönlicher Mentor wurde Magister Traumenstein benannt. Aber auch Magister Isandrian setzte sich für den Straßenjungen ein.
Die Jahre in der Akademie änderten Adiamus. Er ist heute ein fleissiger ung guter Scholar, der sich treu den Prinzipien der allweisen Herrin ergeben hat. Allerdings gelingt es dem Scholaren auch immer wieder für ein gewisses Maß an Aufregung zu sorgen, denn wenn irgendwo ein Hauch von Ärger zu erahnen ist, dann ist er sicherlich nicht allzuweit entfernt.
Nachforschungen über seine Vergangenheit brachten nicht viel neues an den Tag. Vermutlich hat seine Mutter in eigener Not in der Nähe eines Waisenhauses ausgesetzt. Dort verbrachte der Junge die ersten Jahre seines Lebens. Doch bereits mit 9 ist er bereits von dort verschwunden und hat sich seitdem mit kleinen Gaunereien über Wasser gehalten.

In Begleitung von Magister Isandrian und in ein intensives Gespräch vertieft, wandert Ihr durch die Außenanlagen der Akademie. Ihr schaut auf als am Torhaus eine lautere Diskussion ausbricht... Helles Lachen und ein wenig Gezeter... Als Ihr Euch das etwas genauer anseht, erkennt Ihr zwei junge Scholaren, einer mit flammend roten Haaren, schlank und groß, und eine junge Scholarin. Auch ihre Haare schimmern feuerrot im Licht der Sonne... Lachend und Arm in Arm wandern die zwei in Richtung Haupthaus. Als sie näher kommen stellt Ihr fest, daß der junge offensichtlich wohl eine Prügelei hintersich hat. Das eine Auge ist etwas geschwollen und die Robe ein wenig zerrissen und vor allem beschmutzt. Die Robe der jungen Scholarin sieht ebenfalls nicht viel besser aus.
Offensichtlich sind die zwei aber in das Lachen und das Gespräch so vertieft, daß sie erst wenige Schritt vor Euch feststellen, daß Magister Isandrian sie kopfschüttelnd und mit strengem Blick ansieht.
"Die Herrin mit Euch, meine lieben Scholaren!" Magister Isandrian Stimme klingt streng und etwas verärgert. Den beiden Scholaren gefriert das Lachen... etwas beschämt blicken sie zu Boden. "Seid gegrüßt Magister!" "Seht micht an! Was ist denn nun schon wieder passiert? Adiamus? Dilana? Könnt Ihr das bitte erklären???" Betreten blicken die zwei auf den Boden... "Nun... Magister..." zerknirscht blickt der Scholar zu Isandrian und seinem Begleiter. Das Gesicht des Magisters zeigt jedoch keinerlei Regung. "Nun... Es war so... Dilana wurde von einigen Strolchen auf unanständige Weise beleidigt und verhöhnt... und da habe ich sie beschützt!" "Ja! Genau so war es! Diese Gossenstrolche wollten mich mitnehmen! Und da ist Adiamus dazwischen getreten und hat um mich gekämpft!" flehend blickt die 16jährige Scholarin den Magister an. Isandrian blickt die zwei schweigend an... Die Stille scheint unerträglich und die beiden scharren nervös mit den Füßen auf dem Boden. Endlich bricht der Magister die Stille. "Ihr seht zu, daß ihr so schnell wie möglich gewaschen und umgezogen seid. Heute abend nach dem Essen erwarte ich Euch in meiner Kammer. Bis dahin sind auch diese beiden Robe wieder tadellos. An Eurer Stelle würde ich mich nicht so, nicht so lange blicken lassen und vor allem nicht einem der anderen Magister begegnen. Und nun geht! Sonst überlege ich mir das noch anders!" Die beiden Scholaren nicken noch einmal und verschwinden dann im Laufschritt in Richtung Hauptgebäude. Verwundert seht Ihr Isandrian an. "Wieso geht Ihr so hart mit Ihnen ins Gericht? Sie haben sich doch nur verteidigt?? Er ist sogar für sie eingetreten!" verwundert blickt Ihr Isandrian an. "Ja... Das ist richtig... In der Tat. Aber dennoch stellt sich die Frage, was die beiden in der Stadt verloren hatten. Denn beide unterliegen eigentlich dem Hausarrest, da sie bereits vor einigen Tagen sich den Anweisungen ihres Mentors, Spectabilitas Traumenstein, widersetzt haben und sich ohne Erlaubnis auf einen abendlichen Ausgang in die Tavernen der Umgebung begeben haben. Deswegen. Und heute abend werde ich Ihnen mal gehörig meine Meinung dazu sagen. Diese Akademie gründet sich auf gewisse Prinzipien und das heißt, daß man sich an bestimmte Regeln zu halten hat. Auf diesen jungen Scholaren liegt bereits eine große Verantwortung, denn sie tragen die Gabe und Macht Hesindes in sich! Ich hoffe, daß sie das heute abend ein und für alle mal begreifen. Andernfalls muß ich doch den Rat der Akademie informieren... " Isandrian seuftzt leicht " und... das ist dann sicherlich nicht mehr so angenehm..." der Magister deutet auf das Akademiegebäude... "Gehen wir? Wo waren wir stehengeblieben? Ahja..."